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Sehr geehrte Gewerbetreibende und liebe Händlerkollegen/-innen

wir haben im Moment mit den verschiedensten wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen: Die Umsätze gehen zurück, die Kosten steigen, die Arbeitslosigkeit nimmt zu, die Kaufkraft der Bevölkerung schwindet, die Gemeindekassen sind leer. Überall fehlt das Geld.

Als Ursache ist an erster Stelle ein Fehler im Geldsystem festzustellen. Das herkömmliche Geld dient drei Zwecken, von denen zwei zuviel und schädlich für die lokale Wirtschaft sind:

  1. Tauschmittel und Preismaßstab
  2. Wertaufbewahrungsmittel (Sparstrumpf)
  3. Spekulationsmittel (Aktie)

Wird der Euro zunehmend als Wertaufbewahrungs- und Spekulationsmittel benutzt, fehlt er der lokalen Wirtschaft als Tauschmittel. Der Wirtschaftskreislauf kommt ins Stocken. In dieser Situation führen wir den Gießener Justus als ergänzendes, lokales Tauschmittel in Form eines Gutscheins ein. Er ist für die Wertaufbewahrung und die Spekulation ungeeignet. Erreicht wird dies dadurch, dass der Justus mit einer Umlaufsicherung versehen wird. Diese Umlaufsicherung führt dazu, dass die Verbraucher ein Interesse daran haben, den Justus verstärkt als Tauschmittel zu gebrauchen. Dies wiederum führt zu häufigeren Geschäftsvorgängen – schnellerem Umlauf des Tauschmittels – und damit zu steigenden Umsätzen, mehr Arbeitsplätzen und höherer Kaufkraft der Bevölkerung.

Weltweit gibt es bereits 1600 lokale Tauschmittel. In Deutschland gibt es sie in den Städten Bremen (Roland) und in Prien (Chiemgauer-Regional) und in der Schweiz das Verrechnungssystem WIR, sogar mit angeschlossener Bank.

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